Hans Conrad Leipelts

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  Hans Conrad Leipelt
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Hans Conrad Leipelt (* 18. Juli 1921 in Wien; † 29. Januar 1945 in München-Stadelheim) war ein deutscher Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus. Er setzte die Arbeit der Weißen Rose fort und war maßgeblich an deren Hamburger Zweig beteiligt .

Leben [Bearbeiten]
Hans Conrad Leipelts Vater war Diplomingenieur, seine Mutter war die Chemikerin Dr. Katharina Leipelt, die am 9. Dezember 1943 tot in ihrer Zelle aufgefunden wurde. 1925 zog seine Familie nach Hamburg um, wo Hans 1938 das Abitur machte und sich danach zum Reichsarbeitsdienst und zur Wehrmacht meldete. Er wurde trotz hoher Auszeichnungen, z.B. mit dem Eisernen Kreuz, als „Mischling ersten Grades“ unehrenhaft entlassen. Im Herbst 1940 begann er sein Chemiestudium an der Universität Hamburg, wechselte aber im Wintersemester 1941/42 an die Ludwig-Maximilians-Universität München zum Professor Heinrich Otto Wieland, der es sich als Nobelpreisträger leisten konnte, „Halbjuden“ auszubilden, denen seit 1940 eigentlich ein Studium verwehrt war.

Nach der Hinrichtung der Geschwister Scholl und Christoph Probsts erhielt Hans Leipelt im Februar 1943 das 6. Flugblatt der Weißen Rose und begann es, zusammen mit Marie-Luise Jahn auf Schreibmaschine zu vervielfältigen und in Hamburg zu verbreiten, versehen mit dem Zusatz: „Und ihr Geist lebt trotzdem weiter!“. Als die beiden Geld für die Witwe des hingerichteten Professors Kurt Huber sammelten, wurden sie denunziert und verhaftet. Hans Leipelt wurde am 13. Oktober 1944 in Donauwörth vom Volksgerichtshof als Hochverräter wegen des Hörens ausländischer Rundfunksender, der Wehrkraftzersetzung und der „Feindbegünstigung“ zum Tode verurteilt, Marie-Luise Jahn zu 12 Jahren Zuchthaus. Die Hinrichtung Hans Leipelts erfolgte am 29. Januar 1945 in München-Stadelheim durch das Fallbeil.

Die Fachoberschule Donauwörth wurde 1995 in „Hans-Leipelt-Schule“ umbenannt. 2000 wurde am Geburtstag von Hans Leipelt der Hans-Leipelt-Seminarraum in der Universität München, Fakultät für Chemie und Pharmazie, feierlich durch eine Rede von Marie-Luise Jahn eingeweiht. Die evangelische Kirche, Dekanat München, unterhält ein Übernachtungshaus für Jugendliche in Grafrath, das den Namen Hans-Leipelt-Haus trägt.

Leipelts Leichnam wurde auf dem Friedhof am Perlacher Forst im Ehrenhain II beigesetzt.

Literatur [Bearbeiten]
Hans Leipelt und Marie-Luise Jahn. Studentischer Widerstand in der Zeit des Nationalsozialismus am Chemischen Staatslabor der Universität München LM Universum von Hans-Michael Körner and Wolfgang Smolka, 2003 Munich, ISBN 3-926163-31-3
Weblinks [Bearbeiten]
Literatur von und über Hans Conrad Leipelt im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Normdaten: PND: 119477904 (PICA) | WP-Personeninfo
Personendaten
NAME Leipelt, Hans Conrad
KURZBESCHREIBUNG deutscher Student und Mitglied der Weißen Rose
GEBURTSDATUM 18. Juli 1921
GEBURTSORT Wien
STERBEDATUM 29. Januar 1945
STERBEORT München-Justizvollzugsanstalt Stadelheim
Von „http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Conrad_Leipelt“
Kategorien: Person der Weißen Rose | Opfer der NS-Justiz | Deutscher | Österreicher | Geboren 1921 | Gestorben 1945 | MannMeine Werkzeuge
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