Traute Lafrenz

Hier entsteht die Seite Traute Lafrenz.

  Traute Lafrenz
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Traute Lafrenz (* 3. Mai 1919 in Hamburg) war Verbindungsglied der Hamburger und Münchener Weißen Rose.

Traute Lafrenz, Heinz Kucharski und Margaretha Rothe gehörten zur Klasse der Studienrätin Erna Stahl, die auch nach 1933 noch im Sinne der freiheitlichen und musischen Tradition des Hamburger Lichtwarkschule unterrichtete. Als dort 1937 die Koedukation aufgehoben wurde, wechselte Traute Lafrenz an die Klosterschule, wo sie Ostern 1938 die Reifeprüfung ablegte. Nach dem Reichsarbeitsdienst (RAD) begann sie, zusammen mir ihrer Klassenkameradin Margaretha Rothe im Sommersemester 1939 das Studium der Humanmedizin an der Hamburger Universität. Nach dem Semesterende musste sie an einem Erntehilfsdienst in Pommern teilnehmen, wo sie Alexander Schmorell kennenlernte, der im Sommer 1939 an der Hamburger Universität sein Medizinstudium begonnen hatte, das er ab Wintersemester 1939/40 in München fortsetzte.

Im Mai 1941 wechselte Traute Lafrenz nach München und lernte dort Hans Scholl und Christoph Probst kennen. Sie nahm an vielen Gesprächen und Diskussionen der Weißen Rose, auch bei Kurt Huber, teil. Im Spätherbst 1942 brachte Traute Lafrenz das dritte Flugblatt der Weißen Rose mit nach Hamburg und gab es ihrem früheren Schulkameraden Heinz Kucharski, der es weiterverbreitete. Als am 18. Februar 1943 Hans und Sophie Scholl in der Münchener Universität das sechste Flugblatt der Weißen Rose auslegten und dabei verhaftet wurden, geriet auch Traute Lafrenz in die Ermittlungen der Gestapo. Sie wurde am 15. März 1943 festgenommen, kurz darauf gemeinsam mit Alexander Schmorell und Kurt Huber vom Volksgerichtshof angeklagt und am 19. April 1943 wegen „Mitwisserschaft“ zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Traute Lafrenz war es gelungen, in den Vernehmungen durch die Gestapo ihre tatsächliche Mitwirkung an der Flugblattverteilung zu verschleiern. Nach ihrer Entlassung wurde sie im Zuge der Ermittlungen gegen den „Hamburger Zweig der Weißen Rose“ erneut in Untersuchungshaft genommen. Bis zu ihrer Befreiung im April 1945 wurde sie in verschiedenen Zuchthäusern und Gefängnissen gefangen gehalten.

1947 emigrierte sie in die USA. An der Universität von Berkeley (Kalifornien) und am Joseph’s Hospital in San Francisco schloss sie ihr medizinisches Studium ab. Nach dem Umzug von Kalifornien nach Chicago kümmerte sich die Ärztin Dr. Lafrenz-Page als Leiterin einer heilpädagogischen Schule "The Esperanza School" von 1972 bis 1994 um geistig behinderte Kinder. Sie lebt heute in Yonges Island im Bundesstaat South Carolina (USA).

Publikationen [Bearbeiten]
Augenzeugenbericht; in: Inge Scholl, Die Weiße Rose (erweiterte Neuausgabe), Frankfurt am Main 1993, S. 131 - 138.
Susan Benedict, Arthur Caplan, Traute Lafrenz Page: Duty and 'euthanasia': the nurses of Meseritz-Obrawalde; in: NURSING ETHICS, 2007 November; 14 (6): 781-94
Weblinks [Bearbeiten]
Die Liebe führte sie in den Widerstand
Kurzbio der Gedenkstätte Deutscher Widerstand (GDW)
Traute Lafrenz und Die Weiße Rose
Laudatio für Traute Lafrenz
Personendaten
NAME Lafrenz, Traute
KURZBESCHREIBUNG deutsche Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus
GEBURTSDATUM 3. Mai 1919
GEBURTSORT Hamburg
Von „http://de.wikipedia.org/wiki/Traute_Lafrenz“
Kategorien: Person der Weißen Rose | Deutscher | Geboren 1919 | FrauMeine Werkzeuge
Anmelden / Benutzerkonto erstellenNamensräume
ArtikelDiskussionVariantenAnsichten
LesenBearbeitenVersionsgeschichteAktionen
Suche
 
 Navigation
HauptseiteÜber WikipediaThemenportaleVon A bis ZZufälliger ArtikelMitmachen
HilfeAutorenportalLetzte ÄnderungenKontaktSpendenDrucken/exportieren
Buch erstellenAls PDF herunterladenDruckversion
Werkzeuge
Links auf diese SeiteÄnderungen an verlinkten SeitenSpezialseitenPermanenter LinkSeite zitieren
In anderen Sprachen
DanskEnglishFrançaisDiese Seite wurde zuletzt am 15. November 2010 um 15:23 Uhr geändert.
Der Text ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar; zusätzliche Bedingungen können anwendbar sein. Einzelheiten sind in den Nutzungsbedingungen beschrieben.
Wikipedia® ist eine eingetragene Marke der Wikimedia Foundation Inc.

DatenschutzÜber WikipediaImpressum

 

Nach oben


nPage.de-Seiten: Liste katholischer Internetseiten | Ritter Cham Sportkegeln